Gestern sind wir kurz vor 9 Uhr morgens (5.00 Uhr frueh aufgestanden) in Kambodscha angekommen und haben gleich mal als Wegezoll und Devisen 20 Dollar fuer das Visum bezahlt. Ueberhaupt oeffnet der Dollar hier Tuer und Tor. Das Land ist gotterbaermlich arm. Gestern haben wir den russischen Markt besucht und als Auslaender gleich mal 1 Dollar pro Kaffee bezahlt. Dann waren wir beim Tempel Wat Phnom, genauso wie die Stadt benannt nach der alten Frau Phnom, fuer die auch extra neben dem Haupttempel ein Heiligtum errichtet wurde.
Um in den Tempel zu gehen, musste man wie immer die Schuhe ausziehen. Ich wunderte mich schon, warum ein kleiner Junge sich praktisch auf meine Sandalen setzte. Als ich wieder raus kam, war alles klar. Er hatte meine Schuhe gegenueber den anderen Bettlern fuer sich reserviert, um sie mir dann anzureichen und ein Almosen zu bekommen. Das habe ich auch gegeben und wurde dann von 5 weiteren Bettlern und verstuemmelten Menschen umringt, die ihre Gliedmassen durch Landminen verloren haben und fuer ihren Lebensunterhalt bettlen muessen, weil der Staat nicht fuer sie sorgen kann. Ich war ueberfordert und habe unserem jungen, einheimischen Fuehrer gesagt, dass ich nun sofort gehen moechte.
Das Land ist faszinierend, aber ich kann nicht sagen, dass es schoen oder dass Phnom Phen irgendwie lieblich waere. Als Tourist wird man vorwiegend als Geldquelle fuer gruene Scheine betrachtet. Im Hotel ist trotz des devoten Service eine klare, unterschwellige Renitenz spuerbar. Fuer Einheimische ist alles spottbillig. Wir als Nichtasiaten zahlen Sonderpreise und im Hotel kostet eine Tasse Kaffee 3.50 Dollar, was ich, obwohl ich viel Verstaendnis fuer alles hier habe, nicht als besonders produktiv fuer die Foerderung des Tourismus erachte. Niemand wird gern wie eine Weihnachtsgans ausgenommen.
Das war ein kurzer, erster Eindruck. Es ist bald 5 Uhr abends und wir machen nun mit unserem Fuehrer eine kleine Bootstour.
Montag, 26. Januar 2009
Samstag, 24. Januar 2009
Tigertempel - 24. Jan
Als wir am Tigertempel ankamen, hatten wir bereits eine 3-stuendige Fahrt hinter uns. Eigentlich haetten wir den Zug ueber eben jene Bruecke am Kwae nehmen sollen, aber die Reiseleiterin sagte, dass der Zug Verspaetung haette und es besser sei, weiter im Kleinbus zu reisen. Wir haben das akzeptiert, obwohl wir alle die Geschichte nicht ganz glaubten. Es war uns im Grunde recht, denn niemand in unserer Gruppe wollte 20 minuten in sengender Hitze im Zug stehen. Statt dessen zogen wir weiter unseren klimatisierten Bus vor. ausserdem haben wir auch folgendes festgestellt: Es bringt nichts, mit thais zu streiten. Sie laecheln und wiederholen einfach das, was sie wollen solange, bis man aufgibt. Zudem war unser Hirn eh schon halb geroestet und wir wollten einfach nur noch die Tiger sehen, die frei in einem buddhistischen Kloster leben.
Alles begann mit einem weiblichen tigerbaby, das ein Wilderer, der im Auftrag reicher Kunden dessen Mutter fuer die chinesische Medizin getoetet hatte, zur Weise gemacht hatte. Er verkafute es an einen reichen Thai, der es ausstopfen lassen wollte. Der Tierarzt pfuschte aber, als er das Baby mit Formalin vollspritzte, und das Baby ueberlebte. In einem solchen Fall darf das Tier nach buddhistischem Glauben nicht nochmals getoetet werden. Einige Thais sammelten Geld, kauften es dem reichen Thai ab und brachten es zum Temple, der sich der Verbreitung des Bnd dem Schutz wilder Tiere widmet. So fing also alles an. Heute leben dort 16 Tiger, u.a. auch Babies, die dort geboren sind. Ohne das Kloster, in dem noch Wildschweine, Rehe, Huehner und Kuehe Zuflucht gefunden haben, wurden die tiger von wilderern fuer die chinesische Medizin getoetet werden.
Nach der Fuetterung mit gekochten Huehnern liegen die Tiager faul in einem Canyon in der \sonne und doesen verdauend vor sich hin. Das sit die Zeit der Touristen. Von 1 bis 3 uhr werden die tiger gnadenlos im akkord gestreichelt.
Man muss Sonnenbrille, Hut, Tasche und alles, was irgendwie lose ist und zum Spielen anregt, ablegen und sich anstelllen. Dann wird man von einem Waerter an die Hand genommen und von einem Tiger zum anderen gefuehrt. Meine Waerterin wies mich genau an, wo ich mich zu setzen habe, waehrend eine andere Waerterin mit meiner Kamera Bilder machte. Ich gebe zu, dasss ich doch etwas Angst hatte, obwohl die Tiger vollgefressen vor sich hindoesten und angekettet waren (die Waerter beteuerten, dass sie nicht sediert seien, sondern einfach nur muede, denn mit Sedierug wurden sie innerhalb von 6 Monaten sterben). Daher habe ich auch leichten Herzens auf das 1000 Baat (20 euro) teure "Special Foto" verzichtet, bei dem man sich sozusagen laengs an den BAuch des Tigers kuschelt und der Abt des Klosters noch die Pfote das Tigers ueber die Schulter drapiert.
Die 1000 Baat werden dazu verwendet, einen neuen Lebensraum fuer die Tiger zu bauen, in dem sie geschutzt vor Wilderern leben koennen.
Das Kloster beherbergt nicht nur Tiger, sondern auch viele andere Tiere, die dem Kloster zugelaufen sind oder von Einheimischen gebracht wurden (Rehe, Kuehe, Wildschweine und Huehner - alle eintraechtig vereint).
Auf dem Rueckweg durch den Park liefen wir auch an einem Klostertempel vorbei. Oben auf der Terasse stand ein grantiger Moench und winkte uns herbei. Erst wollten wir gar nicht hinein, weil die Zeit schon knapp war, aber der Grantler bestand auf der Ehrung Buddahs bevor wir gingen. Also zogen wir wieder unsere Schuhe aus, gingen die paar Stufen hoch und liessen uns vom Moench befehligen, was zu tun sei. Raeucherstaebchen anzuenden, in die urne stecken, dreimal vor Buddha verbeugen und dann schnell, schnell wieder gehen, um Platz fuer die naechsten Touristen zu machen. Allerdings nicht ohne vorher noch auf unmissverstaendliche Aufforderung hin eine kleine Spende in eine Kupferschale zu geben.
Eine arme Touristin trat versehentlich auf die erhoehte Platttform, die nur den Moenchen vorbehalten ist - was auch auf englisch auf einem Schild steht, dass man aber als armer, verschiwtzter Westler leicht uebersieht. Sie wurde gleich angeraunzt: You no eyes? Not for you!
Also, der Moench war trotzdem irgendwie lustig, aber ich glaube, die Lotusbluete seines Herzens war vielleicht noch nicht ganz voll erblueht und er muss auch erst noch einmal von einem Fisch verschlungen und gruendlich durchgekaut werden :))
Friedhof der Kriegsgefangenen - 23. Jan.
Heute sind wir wieder frueh aufgestanden (6.10 Uhr), um dann im Kleinbus zu unserem Ausflug zur Bruekce am Kwae Fluss, dem kriegsgefangenenmuseum und dem tigertempel zu fahren.
Wir waren ein illustres Grueppchen - 2 Norweger (Mutter und Sohn), 2 Schottinnen (ein Paeaerchen) und wir beide.
Zunaechst ging es zum Kriegsgefangenenfriedhof des 2. Weltkriegs. Der beeindruckte mich nicht so sehr. Umso beeindruckender war dann aber das Kriegsgefangenenmuseum JEATH in Kanchanaburi. Die langgestreckte Bambusheutte des Museums ist den Huetten der Kriegsgefangenen nachempfunden, in denen jeder nur einen halben Meter Platz zum Schlafen hatte.
Die Abkuerzung JEATH steht fuer Japan (J) - das waren die Kommandeure - America and Australia (A), Thailand (T) und Holland (H). Das waren die Gefangenen unter Japans Knute.
Diese 30.000 Gefangenen und 200.000 Zwangsarbeiter mussten die 415 km langen "Eisenbahnschienen des Todes" unter japansicher Aufsicht bauen. die Haelfte der Gefangnen und Arbeiter starbe an Folter, Krankheit und Entkraftung. Zum Beispiel mussten sie stundenlang ohne Wasser in der heissen sonne stehen, einen schweren Stein ueber dem Kopf halten oder sinnlos immer wieder Gruben graben.
Wie in der Broschuere des Museums steht, wurde die Abkuerzung JEATH statt DEATH gewaehlt, weil DEATH zu schrecklich klingt. Es steht aber auch dort, dasss dieses Museum nicht zur Foerderung des Hasses gegen die Japander ggruendet wurde, sondern um zu ziegen, wie schrecklich der Krieg ist.
Wir waren ein illustres Grueppchen - 2 Norweger (Mutter und Sohn), 2 Schottinnen (ein Paeaerchen) und wir beide.
Zunaechst ging es zum Kriegsgefangenenfriedhof des 2. Weltkriegs. Der beeindruckte mich nicht so sehr. Umso beeindruckender war dann aber das Kriegsgefangenenmuseum JEATH in Kanchanaburi. Die langgestreckte Bambusheutte des Museums ist den Huetten der Kriegsgefangenen nachempfunden, in denen jeder nur einen halben Meter Platz zum Schlafen hatte.
Die Abkuerzung JEATH steht fuer Japan (J) - das waren die Kommandeure - America and Australia (A), Thailand (T) und Holland (H). Das waren die Gefangenen unter Japans Knute.
Diese 30.000 Gefangenen und 200.000 Zwangsarbeiter mussten die 415 km langen "Eisenbahnschienen des Todes" unter japansicher Aufsicht bauen. die Haelfte der Gefangnen und Arbeiter starbe an Folter, Krankheit und Entkraftung. Zum Beispiel mussten sie stundenlang ohne Wasser in der heissen sonne stehen, einen schweren Stein ueber dem Kopf halten oder sinnlos immer wieder Gruben graben.
Wie in der Broschuere des Museums steht, wurde die Abkuerzung JEATH statt DEATH gewaehlt, weil DEATH zu schrecklich klingt. Es steht aber auch dort, dasss dieses Museum nicht zur Foerderung des Hasses gegen die Japander ggruendet wurde, sondern um zu ziegen, wie schrecklich der Krieg ist.
Grand Palace und Smaragdbuddha
Nach dem liegenden Buddha haetten wir uns auch am liebsten ein bisschen hingelegt. Aber die Zeit draengte, denn es war schon um die Mittagszeit und der Grand Palace wuerde um halb vier schliessen. Also versuchten wir zunaechst auf dem riesigen Tempelgelaende den Ausgang zu finden und kamen schliesslich auf einer vielbefahrenen Strasse mit endlosen, kleinen Marktstaenden heraus. Direkt neben den wartenden Bussen, Tuk-Tuks und Taxis stehen Garkuechen mit den verschiedensten Gerichten und Fruechten. Alles sehr sauber und appetitlich. Andererseits fragt man sich, welche Wirkung der Auspuff des laufenden Busses, direkt neben dem Stand, auf das Essen hat.
Wir schlugen uns durch die Staende und Autos durch und landeten schliesslich auf einem Markt, der noch vollgepackter war. Und da kam er wieder: Der sensorische Overkill. Zu unserer grossen Schande fluechteten Manni und ich in ein beinhart touristisches, ueberteuertes, klimatisiertes Restaurant. Hauptsache eine Weile Ruhe vor all den Eindrucken und der Hitze.
nach einem Teee und etwas Essen sah die Welt gleich viel besser aus und wir marschierten weiter Richtung Smaragbuddha. Eben hatte ich manfred noch gesagt, dass er niemanden nach dem Weg fragen soll, weil ueberall Touristenschlepper lauern und prompt wurde ich ein Opfer eines uniformierten mannes am Tor des Grand Palace, der ein wichtiges, goldenes Abzeichen am Hemd trug. Fuersorglich hielt er mich fest und erklaerte mir auf englisch, dasss heute eine koenigliche Zeremonie sei und der Tempel deshalb geschlossen hatte. Dabei deutete er auf ein grosses Schild mit thailaendischer Schrift, auf dem aber ganz klar 9.00 - 12.00 Uhr zu lesen und demgemaess der Tempel jetzt schon zu sei. Er nahm meine karte und zeichnete mir andere Tempel ein und erklaerte mir, dass ich diese besuchen koenne. Es waere aber sehr weit zu laufen und daher brauchte ich ein Tuk-Tuk oder ein Taxi. Als er das 3 mal wiederholt hatte, wurde mir dann auch endlich klar, dass er einer dieser Schlepper war. Sobald wir im Tuk-Tuk sitzen wuerden, bekaeme er eine Provision und das Tuk-Tuk wuerde uns auch nicht zum Tempel sondern trotz Protest zu einem grossen Shopping Center fahren, wo der Fahrer dann wiederum Provision fuer unsere Einkaeufe bekaeme. Also bedankte ich mich einfach freundlich fuer die Tipps, laechelte fein asiatisch, verbeugte mich mit gefalteten Haenden und machte mich mit Manni aus dem Staub.
Weiter ging es die laute, heisse Strasse entlang, vorbei an etlichen Unkenrufern, die alle beteuerten, dass der Tempel verrammelt und verriegelt sei - No, no, don't go. Temple closed! Temple closed! - Schliesslich erreichten wir dann endlich den sperrangelweit offenen Eingang des Tempels, wo uns Reiseleiter etc. aufhalten wollten. Muss ich sagen, dass ich zu dem Zeitpunkt die asiatische Freundlichkeit abgelegt und den Modus Dampfwalze eingeschaltet hatte?
Aber die Muehen hatten sich gelohnt. Der Tempel ist wunderschoen. Eine unvorstellbare Pracht aus Gold, Porzellan und Glas. Der Smaragbuddha ist eigentlich aus Jade und sehr klein. Er thront ganz oben im Tempel und wirkt regelrecht suess, zerbrechlich, unschuldig und fein und trozdem sehr kraftvoll. Voller Ehrfurcht beten die Thais diesen Buddha, eines ihrer wichtigsten Heiligtuemer an. Tatsaechlich war ich auch sehr von diesem buddha ergriffen und lasse damit einfach die Bilder sprechen.
Der liegende Buddha
Und weiter ging es zum naechsten Tempel, dem Wat Pho, mit dem 42 Meter langen liegenden Buddha. Es wurde schon immer heisser, doch wir schlugen uns weiter tapfer und umrundeten mit Dutzenden anderer Touristen barfuss, und ohne sonnenbrille oder Mutze den beindruckenden goldenen Buddha mit dem sanft laechelnden Gesicht. Fast zu gross zum Fotigrafieren, aber wie ihr sehen koennt, ist es uns doch gelungen, einen matten Abklatsch seiner Pracht auf unsere Kamera zu bannen :))
Tempel der Morgenroete
Heute standen wir fuer unsere Tempeltour extra frueh auf (8.00 Uhr), um zu grosse Hitze zu vermeiden. Die letzen Tage bin ich immer wie geraedert und quasi bewegungsunfaehig aufgewacht, was sicherlich auf den Temperaturunterschied von ueber 20 Grad, Jetlag und Ueberarbeitung (ich muss ja noch arbeiten, weil ich nicht genug Schulden habe, um ein Rettungspaket zu bekommen)zurueckzufuehren ist.
kaum mit unserer Faehre am Taskin Pier angekommen, liefen wir ein paar meter zum Sathorn Pier und fuhren von dort fuer stolze 10 Baht (25 Cent) ein paar Stationen und setzen dann mit der nachsten Faehre (fuer 3 Baht - so wenig, dass ich es gar nicht umrechnen kann) zum Tempel der Morgenroete (Wat Arun) ueber.
Im Hotel
Diesen Bericht schreibe ich zunaechst im Zimmer unseres klimatisierten 5-Sterne Hotels. Ich muss gestehen, manchmal weiss ich den Luxus der modernen Zivilisation doch sehr zu schaetzen. Eben sind wir mir unserer kostenlosen Hotelfaehre von unseren Tempelausfluegen zurueckgekehrt.
Die viertelstuendige Fahrt ist wie eine Uebergangszeit von einer Welt in die andere. Gerade ist man noch am geschaeftigen Taskin Pier, wo ein freundlicher Wachsoldat fuer die Touristen die Nmen der Hotelfaehren in unverstaendlichem Englisch ausruft, und dann - mit dem Betreten des Boots - beginnt die Entspannung. Auf dem Bot ist ein uniformierter Hotelmitarbeiter mit knielangen, blauen Hosen und weissen, kniehohen Struempfen eigens dazu abgestellt, uns beim Ein- und Aussteigen behilflich zu sein und kleine, gekuehlte, weisse Handtuechlien von einem Tablett anzureichen. Damit wischt man sich dann endgueltig Staub, Schweiss und Sonnencremereste weg und weiss - ich darf nach der Stippvisite ins grelle, geschaeftige Bankgkok zurueck in die Oase der Ruhe eines westlichen Hotels.
Dienstag, 20. Januar 2009
Immer noch im Moloch
Tja, meine lieben, wir sind noch immer in Bankgkok. eigentlich wollten wir nur ein paar tage in bangkok blieben ud dann weiter nach chiang mei, das ca. 10 stunden entfernt ist. allerdigs haetten wir von chiang mei dann am sonntag wieder zurueck nach bangkok gemusst, um von dort unsere weiterreise nach kambodscha anzutreten. mir war das alles wegen akuter erschoepfung zuviel, daher bleiben wir erst mal hier.
gestern haben wir unsere erste tour unternommen - zum nach westlicher arschitektur angelegten park und koenigspalast des thailaendischen koenigs und dann weiter zur alten tempelstadt Ayutthaya.
der park war nicht so interessant, eben weil er groesstenteils westlich angelegt war - das kennen wir ja schon :). interessant war aber die kleine bruecke ueber den fluss, die auf der seite zu den normalen hofmitgliedern hin einen lange, durchbrochene holzwand hatte, damit niemand die 60 konkubinen des koenigs lustwandeln sah. das ganze anwesen wurde uebrigens von dem koenig angelegt, den man aus dem film "Der Koenig und ich" kennt.
Im park mussten maenner und frauen, die zu kurze shorts und aermellose hemden/blusen trugen, gegen pfand lange shorts bzw. lange roecke und blusen ausleihen. ich hatte glueck, weil meine kurzen hosen ueber die knie gingen.
Ayutthaya war da schon interessanter. frueher war die stadt, die schon im 14. jahrhundert angelegt wurde, von 20 meter hohen und 5 meter dicken mauern umgeben. zudem liegt sie quasi auf einer insel und war daher kaum einnehmbar. trotzdem wurde sie im lauf der geschichte zerstoert und man sieht heute die noch immer beindruckenden stupas und buddhastatuen. dazwischen duftende franjipanis.
unser reiseleiter hielt auch einen kleinen vortrag ueber buddhismus: der gruss mit wie beim gebet zuammengefalteten haenden ist das symbol fuer eine lotosknospe. und das herz der menschen ist auch wie die lotosblume. bei manchen ist es offen wie die lotosbluete auf dem wasser, bei manchen noach eine knospe. diese menschen brauchen worte der weiheit. bei anderen menschen ist das herz so verschlossen, dass sie zum erbluehen tief im see, das wo die wurzeln der blume im schlamm sind, von einem fisch gefressen und dann wieder ausgeschieden werden muessen. das ist das leid, dass die menschen erdulden muessen - ich fuerchte, die meisten von uns sind gerade in irgendeinem fischbauch und werden vom leben weichgeklopft.
eben haben wir mannis neue brille geholt - nach einem halbstuendigen marsch durch die wahnsinnig lauten und schmutzigen strassen bankgkoks. natuerlich haben wir uns inmitten einer eindlosen schar hunderter schueler, tuk-tuks, autos, bussen, garkuechen, strassenstaenden etc. wieder verlaufen. ein schulmaedchen, das perfekt englisch sprach, fuehrte uns wieder auf den weg zurueck. gottlob. also, die stadt ist nichts zum laenger verweilen. man bekommt binnen kurzer zeit einen visuellen, auditiven und sogar einen geruchsoverkill. eine ratte lief mir auch schon auf dem gehsteig ueber den weg.
morgen werden wir versuchen, den tempel mit dem smaragdbuddha und den liegenden buddha zu besuchen. aber ich sage euch, soweit es geht, werden wir das auf dem wasserweg mit einem der vielen expressboote machen. das leben pur ist nicht immer fuer verweichlichte europaer so leicht zu ertragen. sogar die hunde hier wirken schlauer als unsere.
Sonntag, 18. Januar 2009
Bangkok
halli hallo alle miteinander,
nun sind wir also schon seit 2 Tagen in Bangkok. Unser Flug war sehr schoen, weil manni in weiser voraussicht "economy plus" plaetze gebucht hatte. weil in diesem abteil so wenige buchungen waren, konne jeder von uns auf drei plaetzen schlafen, und so kamen wir nach einer zwischenstation in Ho Chi Min City (Saigon) (wo wir eine tasse gruenen tee im einfachen beutel fuer sage und schreibe 4 euro geniessen durften) in bangkok an.
unser hotel ist das marriot ressort am Chao Phraya (dem Koenigsfluss) auf der anderen seite des molochs bangkok im stadtteil Thonburi. das ist ein glueck fuer mich, denn ein hotel in dieser wahnsinnig betriebsamen stadt waere nix fuer mich. wir haben jetzt einen blick auf einen wunderschoenen garten und den pool. ausserdem sieht man den fluss, auf dem viel los ist, weil er wie eine strasse genutzt wird. so werden wir auch waehrend der 8 tage, die wir hier sind, einige der 400 tempel besichtigen, denn man kann mit einem expressboot an verschiedenen piers aussteigen und so den schrecklichen verkehr vermeiden.
wir waren schon 2 mal in der stadt und sind durch einen der vielen maerkte gelaufen. dort konnten wir auch schon den anblick gegrillter heuschrecken und maden geniessen. und auch ein klenes, wuscheliges, braunes huendchen wurde in einem kleiderstand liebevoll von drei thailaenderinnen in ein mini-rosa-kleidchen eingekleidet.
alle sind sehr, sehr nett, viele aber auch sehr arm.
einen thai massage haben wir uns auch gleich geben lassen - manni und ich 1 stunde zusammen in einem raum mit 2 masseurinnen. warum manni die kleine, zierliche thai und ich die grosse wallkuere bekam, weiss allein buddah. manni haben auch die hosen, die man dazu tragen muss, nicht gepasst, weil sein bauch zu gross war. die kleine thai meinte gleich, er haette da wohl 2 babies drin (manni meint, dieser kommentar waere ein bisschen frech, aber ich darf ihn drin lassen :))))
dann haben wir auch gleich nach langwierigen anproben mit einer entzueckenden optikerin eine neue brille fuer manni ausgesucht - fuer ganze 130 euro komplett. die massage hat uebrignes 5 euro fuer eine stunde gekostet.
man sieht hier durchaus immer wieder ca. 70 jahre alte maenner mit blutjungen thaifrauen haendchen halten - auch in unserem noblen hotel. offensichtlich sind die frauen angemietet, ich hoffe nur, dass sie nicht noch zuviel provision an irgendeinen depperten zuhaelter oder eine fragwuerdige agentur abdruecken mussen, wenn sie sich schon mit dem deutschen ausschuss abgeben muessen.
viele gruesse von nicolette und manfred. wir erkunden jetzt weiter die gegend und schauen uns wieder einen der tempel an.
nun sind wir also schon seit 2 Tagen in Bangkok. Unser Flug war sehr schoen, weil manni in weiser voraussicht "economy plus" plaetze gebucht hatte. weil in diesem abteil so wenige buchungen waren, konne jeder von uns auf drei plaetzen schlafen, und so kamen wir nach einer zwischenstation in Ho Chi Min City (Saigon) (wo wir eine tasse gruenen tee im einfachen beutel fuer sage und schreibe 4 euro geniessen durften) in bangkok an.
unser hotel ist das marriot ressort am Chao Phraya (dem Koenigsfluss) auf der anderen seite des molochs bangkok im stadtteil Thonburi. das ist ein glueck fuer mich, denn ein hotel in dieser wahnsinnig betriebsamen stadt waere nix fuer mich. wir haben jetzt einen blick auf einen wunderschoenen garten und den pool. ausserdem sieht man den fluss, auf dem viel los ist, weil er wie eine strasse genutzt wird. so werden wir auch waehrend der 8 tage, die wir hier sind, einige der 400 tempel besichtigen, denn man kann mit einem expressboot an verschiedenen piers aussteigen und so den schrecklichen verkehr vermeiden.
wir waren schon 2 mal in der stadt und sind durch einen der vielen maerkte gelaufen. dort konnten wir auch schon den anblick gegrillter heuschrecken und maden geniessen. und auch ein klenes, wuscheliges, braunes huendchen wurde in einem kleiderstand liebevoll von drei thailaenderinnen in ein mini-rosa-kleidchen eingekleidet.
alle sind sehr, sehr nett, viele aber auch sehr arm.
einen thai massage haben wir uns auch gleich geben lassen - manni und ich 1 stunde zusammen in einem raum mit 2 masseurinnen. warum manni die kleine, zierliche thai und ich die grosse wallkuere bekam, weiss allein buddah. manni haben auch die hosen, die man dazu tragen muss, nicht gepasst, weil sein bauch zu gross war. die kleine thai meinte gleich, er haette da wohl 2 babies drin (manni meint, dieser kommentar waere ein bisschen frech, aber ich darf ihn drin lassen :))))
dann haben wir auch gleich nach langwierigen anproben mit einer entzueckenden optikerin eine neue brille fuer manni ausgesucht - fuer ganze 130 euro komplett. die massage hat uebrignes 5 euro fuer eine stunde gekostet.
man sieht hier durchaus immer wieder ca. 70 jahre alte maenner mit blutjungen thaifrauen haendchen halten - auch in unserem noblen hotel. offensichtlich sind die frauen angemietet, ich hoffe nur, dass sie nicht noch zuviel provision an irgendeinen depperten zuhaelter oder eine fragwuerdige agentur abdruecken mussen, wenn sie sich schon mit dem deutschen ausschuss abgeben muessen.
viele gruesse von nicolette und manfred. wir erkunden jetzt weiter die gegend und schauen uns wieder einen der tempel an.
Mittwoch, 14. Januar 2009
Kurz vor der Abreise ....
...erstelle ich noch diesen Blog. Man glaubt es nicht, ich habe noch nicht gepackt. Es ist nachts um halb zwei und morgen um 11.30 fährt der Bus zum Flughafen ab. Spülen muss ich auch noch ....
Jetzt gehe ich erst mal ein Nickerchen machen und stehe dann morgen früh um halb acht wieder auf.
Zum Abschlußein kleines Gedicht zur Einstimmung:
Eure Nicolette
Jetzt gehe ich erst mal ein Nickerchen machen und stehe dann morgen früh um halb acht wieder auf.
Zum Abschlußein kleines Gedicht zur Einstimmung:
Zu lange war ich hinterm Ofen,
nun kriech’ ich vor und fliege weg
in ein warmes, östliches Versteck.
Gleich steig ich in die Luft
Ich rieche schon den feinen Duft
Nach Sonne, Meer und Heiterkeit.
Der Pilot ist nun soweit
Ich werfe einen letzten Blick zurück
und denke mir – hast du ein Glück.
Eure Nicolette
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