Dienstag, 20. Januar 2009

Immer noch im Moloch





Tja, meine lieben, wir sind noch immer in Bankgkok. eigentlich wollten wir nur ein paar tage in bangkok blieben ud dann weiter nach chiang mei, das ca. 10 stunden entfernt ist. allerdigs haetten wir von chiang mei dann am sonntag wieder zurueck nach bangkok gemusst, um von dort unsere weiterreise nach kambodscha anzutreten. mir war das alles wegen akuter erschoepfung zuviel, daher bleiben wir erst mal hier.

gestern haben wir unsere erste tour unternommen - zum nach westlicher arschitektur angelegten park und koenigspalast des thailaendischen koenigs und dann weiter zur alten tempelstadt Ayutthaya.

der park war nicht so interessant, eben weil er groesstenteils westlich angelegt war - das kennen wir ja schon :). interessant war aber die kleine bruecke ueber den fluss, die auf der seite zu den normalen hofmitgliedern hin einen lange, durchbrochene holzwand hatte, damit niemand die 60 konkubinen des koenigs lustwandeln sah. das ganze anwesen wurde uebrigens von dem koenig angelegt, den man aus dem film "Der Koenig und ich" kennt.

Im park mussten maenner und frauen, die zu kurze shorts und aermellose hemden/blusen trugen, gegen pfand lange shorts bzw. lange roecke und blusen ausleihen. ich hatte glueck, weil meine kurzen hosen ueber die knie gingen.

Ayutthaya war da schon interessanter. frueher war die stadt, die schon im 14. jahrhundert angelegt wurde, von 20 meter hohen und 5 meter dicken mauern umgeben. zudem liegt sie quasi auf einer insel und war daher kaum einnehmbar. trotzdem wurde sie im lauf der geschichte zerstoert und man sieht heute die noch immer beindruckenden stupas und buddhastatuen. dazwischen duftende franjipanis.

unser reiseleiter hielt auch einen kleinen vortrag ueber buddhismus: der gruss mit wie beim gebet zuammengefalteten haenden ist das symbol fuer eine lotosknospe. und das herz der menschen ist auch wie die lotosblume. bei manchen ist es offen wie die lotosbluete auf dem wasser, bei manchen noach eine knospe. diese menschen brauchen worte der weiheit. bei anderen menschen ist das herz so verschlossen, dass sie zum erbluehen tief im see, das wo die wurzeln der blume im schlamm sind, von einem fisch gefressen und dann wieder ausgeschieden werden muessen. das ist das leid, dass die menschen erdulden muessen - ich fuerchte, die meisten von uns sind gerade in irgendeinem fischbauch und werden vom leben weichgeklopft.

eben haben wir mannis neue brille geholt - nach einem halbstuendigen marsch durch die wahnsinnig lauten und schmutzigen strassen bankgkoks. natuerlich haben wir uns inmitten einer eindlosen schar hunderter schueler, tuk-tuks, autos, bussen, garkuechen, strassenstaenden etc. wieder verlaufen. ein schulmaedchen, das perfekt englisch sprach, fuehrte uns wieder auf den weg zurueck. gottlob. also, die stadt ist nichts zum laenger verweilen. man bekommt binnen kurzer zeit einen visuellen, auditiven und sogar einen geruchsoverkill. eine ratte lief mir auch schon auf dem gehsteig ueber den weg.

morgen werden wir versuchen, den tempel mit dem smaragdbuddha und den liegenden buddha zu besuchen. aber ich sage euch, soweit es geht, werden wir das auf dem wasserweg mit einem der vielen expressboote machen. das leben pur ist nicht immer fuer verweichlichte europaer so leicht zu ertragen. sogar die hunde hier wirken schlauer als unsere.

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