Heute neigt sich unser Aufenthalt in Bankgkok dem Ende zu. Morgen frueh um 6.00 Uhr geht es weiter zu unserem Flug nach Pnomh Penh in kambodscha.
Eigentlich wollten wir heute morgen nochmals nach Bangkok uebersetzen, um chinatown zu besuchen. Kurz vor dem Ablegen stellten wir beide fest, dass wir beide eigentlich gar keine Lust auf die laute Stadt hatten und nur dem anderen zuliebe nochmals losgezogen waeren. Gut, dass man kommunizieren kann!
Wir ueberliessen Bagkok samt seinen uebervollen Strassen, glitzernden Tempeln, gekochten Huehnerfuessen, gebratenen Ratten, trinkfertigen Kokosnuessen und winkeligen, geheimnisvollen Gassen sich selbst und legten uns an den Pool.
Dort tummelten sich wieder einige alte, abgehalfterte Europaeer mit mit so jungen Thaifrauen, dass man versucht ist, eine Klage wegen Verfuehrung Minderjaehriger einzureichen. Ein alter Westler konnte vor Geilheit kaum mehr stillsitzen, und ich schwoere, die junge thai war kurz davor, sich vor Ekel in ihren gesponsorten Cocktail zu uebergeben. Die Bezahlung muss sehr gut oder die Not sehr gross sein - wahrscheinlich beides, denn sehr viele Menschen fluechten vom Land in die Stadt und suchen auf jede erdenkliche Weise in Auskommen.
Trotz alledem muss ich eines sagen: Die Armut ist gross, viele Frauen stehen den ganzen Tag in Abgaswolken an ihren kleinen Garkuechen oder Obststaenden. Eine Frau baeckt den ganzen Tag in blitzsauberen Metallformen kleine Madeleines aus Kuchenteig und verpackt sie liebevoll in durchsichtige Plastikbeutel, eine andere faedelt weisse Bluetenimitationen aus Kunststoff uebereinander, um sie als Opfergaben zu verkaufen, die an einem der Hunderte kleiner Altaere niedergelegt werden. An einem anderen Stand kann man sich eine Dauerwelle fuer Wimpern geben lassen und gleich nebenan gibt es drei gekochte Eier am Spiess. Trotz dieser Muehen sind die Leute freundlich, hoeflich und gelassen.
Die Stadt ist laut und eng, sie stinkt zum Himmel und auf den Strassen liegt Geroell, man wird ununterbrochen von Dutzenden von eindruecken ueberwaeltigt und dennoch ist das Land faszinierend. Man muss nur einen kleinen Scherz machen und ein bisschen laecheln und sofort entsteht ein Kontakt. der Ueberlebenskampf dort ist auch hart, aber irgendwie haben sich die Menschen nach meinem Gefuehl dort noch ein bisschen mehr Menschlichkeit bewahrt. Eigentlich gar nichts Besonderes. Sie sind einfach freundlich und man kann sich wie ein Kind mit einem Wildfremden ueber irgendetwas Kindisches kaputt lachen und dann weiter seiner Wege gehen.
Auch die letzte Flussfahrt am Abend war sehr schoen. Es sit angenehm kuehl, auf dem Fluss fahren ueberall beleuchtete, kleine Boote - es herrscht reger Betrieb. Alle paar Minuten haelt das Boot am Pier. Der Maat pfeift auf seiner Trillerpfeife einmal lang - das Boot haelt. Schnelle, kurze Pfiffe - der Bootsfuehrer muss etwas nach vorne. Zwei langsame Pfiffe - etwas zurueck. Und schon wird das Seil befestigt und dei Leute - oft auch Moenche in ihren orangenen Gewaendern, fuer die extra Sitze auf dem Boot reserviert sind - steigen ein und aus. Tatsaechlich ist trotz der hektischen Pfiffe und der vielen Passagiere die Fahrt ruhig und angenehm. Definitiv zeigt die Stadt auch hier ihren Zauber. Das Einzige, was hin und wieder stoert, sind die kleinen, neurotischen, westlichen Babies - uebrigens die einzigen Kleinkinder, die ich waehrend der gesamten Reise bislang habe schreien hoeren.
Donnerstag, 5. Februar 2009
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